德语新闻

  1. Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Konjunkturabschwung hat Nordrhein-Westfalen laut einer Studie besonders hart getroffen. Die schwergewichtige Branche der Metallerzeuger habe in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres zehn Prozent ihres Umsatzes eingebüßt, berichtete die Landesbank Helaba am Mittwoch in Düsseldorf.
  2. Traben-Trarbach (dpa/lrs) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht die Demokratie unter Druck. Die Demokratie sei "auch bei uns in Deutschland ganz gewiss kein garantiertes oder auf ewig fest gefügtes Werk", sagte er am Mittwoch bei Traben-Trarbach in Rheinland-Pfalz. Es gebe "politische, gesellschaftliche und technologische Umbrüche" heute "geradezu wie im Zeitraffer". "Und wir spüren, dass diese Umbrüche und Fliehkräfte auch an unserer Demokratie rütteln", sagte er vor rund 180 Diplomaten aus aller Welt, die er zu einem Besuch nach Rheinland-Pfalz mitgebracht hatte.
  3. Potsdam (dpa/bb) - Nach dem abschließenden Sondierungsgespräch der SPD mit Grünen und Linken hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Entscheidung über eine Koalition offen gelassen. "Wir sind uns in wesentlichen Fragen nahegekommen und haben wichtige Konfliktpunkte aus dem Weg räumen können und werden dann morgen sehen, wie die Entscheidung aussieht", sagte der SPD-Landeschef am Mittwoch nach einem dreistündigen Gespräch in Potsdam. "Solche Bündnisse (...) sind keine Liebesheirat." Es gehe um Vertrauen, Geschlossenheit der jeweiligen Partner und das gemeinsame Arbeiten an den Herausforderungen. Im Anschluss tagten Rot-Schwarz-Grün.
  4. Neubrandenburg (dpa/mv) - Zwei Hochschulen und die Universität Rostock arbeiten an einem gemeinsamen Studiengang, der Bau, Umwelt und Landschaftsplanung mit Blick auf den Klimawandel vereint. Damit wolle man auch den Mangel an Ingenieurnachwuchs bekämpfen, sagte der Rektor der Hochschule Neubrandenburg, Gerd Teschke, am Mittwoch anlässlich eines Wasser-Kolloquiums in Neubrandenburg. "Wie müssen die Städte der Zukunft aussehen?", nannte Teschke einen Aspekt für einen solchen Studiengang. Bisher werden Landschaftsplanung in Neubrandenburg, Umwelt in Rostock und Bau in Wismar gelehrt.
  5. Ulm (dpa/lsw) - Für einen tödlichen Angriff bei einem brutalen Wohnungseinbruch in Ulm ist ein 40-jähriger Angeklagter am Mittwoch zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die 47-jährige Ehefrau des Georgiers erhielt wegen Mittäterschaft eine dreijährige Freiheitsstrafe. Das Landgericht folgte im Fall des 40-Jährigen dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ihn wegen Mordes angeklagt hatte. Für die russlandstämmige Frau hatte die Anklagevertretung eine Haftstrafe von sieben Jahren gefordert.
  6. Anwohner müssen am Morgen aus dem neunstöckigen Gebäude fliehen. Dort war der elektrische Tretroller über Nacht zum Aufladen in einer Wohnung. Die Kriminalpolizei ermittelt.
  7. Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Loveparade-Strafprozess hat das Landgericht Duisburg am Mittwoch mit der Vernehmung eines früheren Angeklagten als Zeuge begonnen. Am 146. Verhandlungstag des Mammut-Prozesses war der ehemalige Bau- und Planungsdezernent der Stadt Duisburg geladen. Das dem Dezernat zugeordnete Amt für Baurecht und Bauberatung war an den Planungen der Loveparade 2010 beteiligt und hatte die nötige Baugenehmigung erteilt. Bei dem Techno-Festival waren im Juli 2010 in Duisburg in einem Gedränge 21 junge Menschen zu Tode gedrückt und mehr als 650 verletzt worden.
  8. Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat den Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien um weitere sechs Monate bis zum 31. März 2020 verlängert. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Damit werden weiterhin keine neuen Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien genehmigt, und die Auslieferung bereits genehmigter Exporte bleibt blockiert. SPD und Union hatten sich im März 2017 im Koalitionsvertrag auf einen Rüstungsexportstopp für die "unmittelbar" am Jemen-Krieg beteiligten Länder verständigt, aber mehrere Hintertüren offen gelassen.
  9. Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Sicherheitsexperten warnen vor einer steigenden Gefährdung durch gewaltbereite Extremisten. Vor allem in der rechten Szene gebe es eine hohe Gewaltorientierung und Waffenaffinität, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2018 am Mittwoch in Wiesbaden. Auch die zunehmende Hetze im Internet bereite den Sicherheitsbehörden Sorge, da sich gewaltbereite Extremisten davon zu Taten angestachelt fühlten. "Aus Hetze und Hass in Worten kann leicht mehr entstehen", mahnte Beuth. "Das ist der Resonanzboden für die, die mehr wollen."
  10. Halle (dpa/sa) - Der Strukturwandel beim geplanten Kohleausstieg soll in Sachsen-Anhalt von einem Investbeirat begleitet werden. Anliegen sei es, Genehmigungsverfahren möglichst schnell und effektiv zu gestalten. Das Landesverwaltungsamt übernehme dabei die Lotsenfunktion, sagte dessen Präsident Thomas Pleye am Mittwoch auf einer Tagung in Halle. Dem Investbeirat sollen den Angaben nach Landkreise, Kommunen und Unternehmen oder Projektträger angehören, die Vorhaben umsetzen wollen. Das Land greife dabei auf Erfahrungen der 1990er Jahre zurück, als es darum ging, Investitionen zügig auf den Weg zu bringen.
097872